China zu vermissen und zu segnen
2021/10/17

Am 25. September organisierte die chinesische Botschaft in der Schweiz eine feierliche Veranstaltung zur Veröffentlichung des dritten Bandes der Buchreihe «China in our memories» resp. zum Nationalfeiertag Chinas. Herr Botschafter WANG Shihting, Frau Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, sowie Herr Professor Dr. Yves Flückiger, Präsident von swissuniversities, Dachverband Schweizer Hochschulen und Rektor der Universität Genf, nahmen auf Einladung an der Veranstaltung teil und hielten jeweils eine Ansprache ab. Mehr als 200 Schweizer Alumni und chinesische Studierende in der Schweiz nahmen an dieser virtuellen Veranstaltung teil.

In seiner Ansprache sagte Herr Botschafter WANG, in fünf Tage komme der chinesische Nationalfeiertag. Es werde ein Tag voller Freude sein, an dem Menschen im ganzen Land feiern würden. Dass der dritte Band der Buchreihe «China in our memories» kurz vor dem Nationalfeiertag veröffentlicht werde, sei von besonderer Bedeutung, denn dieses Buch sei das beste Geburtstagsgeschenk für China. Er sei fester Überzeugung, so Herr Botschafter WANG, dass die außerordentlichen Errungenschaften, die China in seiner Entwicklungsgeschichte erzielt habe, bei allen einen tiefen Eindruck hinterlassen hätten, so dass alle Menschen voller Zuversicht in die Zukunft Chinas blicken könnten. Herr Botschafter WANG rief anschliessend dazu auf: Lass uns gemeinsam unsere aufrichtigen Glückwünsche für China aussprechen, und möge China weiterhin prosperieren und florieren.

Des Weiteren erklärte Herr Botschafter WANG, dass sich «China in our memories» dank der gemeinsamen Bemühungen aller von einer einfachen Buchreihe zu einer Offline-Plattform entwickelt habe, auf der Schweizer Alumni, die einmal in China studiert hätten, sich austauschten und Kontakte pflegten. Gleichzeitig biete es auch denjenigen, die sich für China interessierten und die chinesische Kultur kennenlernen wollten, ein andersartiges Fenster und eine andere Perspektive. Die schönen Erinnerungen an das Leben in China, das starke Gefühl, chinesische Freundinnen und Freunde zu vermissen, sowie die Bewunderung für die Entwicklung Chinas lassen sich zwischen den Zeilen erkennen und seien sehr beeindruckend. Dabei könnte man die herzliche und innige Verbundenheit mit China spüren, was auch tief berührend sei. Die von Alumni erzählten Geschichten über China, die von ihnen geteilten Beobachtungen und Kenntnisse über die chinesische Kultur und den chinesischen Weg stellten einerseits ein geeignetes Fenster für die Schweizer Bevölkerung dar, um China kennenzulernen. Andererseits seien sie auch faktenbasierte historische Quellen, mit deren Chinesinnen und Chinesen die Freundschaft zwischen den beiden Ländern besser verstehen könnten. Unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas habe sich das Land in den letzten 72 Jahren seit der Gründung der Volksrepublik China zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelt und die gewaltige Wandlung von Aufgestanden-Sein zum Reich-Werden vollzogen. Nun marschiere China mit großen Schritten auf dem Weg zum Ziel des Stark-Werdens, und dabei habe das Land grossartige Beiträge zur friedlichen Entwicklung der Menschheit geleistet. China sei nach wie vor der Überzeugung, dass der Frieden und Entwicklung weiterhin als Zeitgeist gelten, und dass sich der grosse Trend von Win-Win-Kooperation nicht umkehren werde. Es sei davon auszugehen, so Herr Botschafter WANG, dass die Veröffentlichung des neuen Bandes erneut einen tiefgreifenden Einfluss darauf haben werde, die traditionelle Freundschaft zwischen den beiden Völkern zu stärken und die Win-Win-Kooperation zwischen den beiden Ländern zu fördern.

Frau Staatssekretärin Martina Hirayama gratulierte China herzlich zum Nationalfeiertag und würdigte die grossartigen Entwicklungserfolge Chinas sowie die Errungenschaften der chinesisch-schweizerischen Zusammenarbeit in Bereichen wie Bildung, Forschung und Innovation. Sie sagte, dass die Buchreihe «China in our memories» dazu beitragen könne, das gegenseitige Verständnis durch persönliche Kontakte, Austausche und Kommunikation zu fördern, was für den Aufbau von soliden und nachhaltigen Brücken zwischen den beiden Ländern unerlässlich sei. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und China seien langjährig stabil, und beide Seiten profitierten dabei voneinander. Seit den frühen 1960er Jahren hätten Schweizer Studierende in China studiert, gleichzeitig seien chinesische Studierende in die Schweiz zum Studium gekommen. Allein im vergangenen Jahr seien knapp 3000 chinesische Studierende an Schweizer Hochschulen eingeschrieben, etwa 850 Schweizerinnen und Schweizer studierten in China. Sie hoffte auf ein baldiges Ende der Pandemie, damit in den kommenden Jahren fruchtbarere Austausche zwischen der Schweiz und China wieder stattfinden könnten.

In seiner Ansprache sagte Professor Dr. Yves Flückiger, Präsident von swissuniversities und Rektor der Universität Genf, dass die Schweiz zu den ersten Ländern der Welt zähle, die die Volksrepublik China offiziell anerkannt habe, dass die Freundschaft zwischen China und der Schweiz tiefgreifend und langhaltend sei, und dass Studentenaustausche für den Aufbau der Beziehungen zwischen der Schweiz und China von grosser Bedeutung seien. Im Januar 2017 habe er die Ehre, als Vertreter der Universität Genf einen Kooperationsvertrag mit der Tsinghua Universität zu unterzeichnen. Es sei ein wichtiger Moment, dem der chinesische Staatspräsident XI Jinping und die damalige Bundespräsidentin Doris Leuthard beigewohnt hätten. In den darauffolgenden fünf Jahren hätten über 200 Bachelor- und Masterstudierende der beiden Universitäten Austauschprogramme erfolgreich absolviert. Gleichzeitig seien auch Kontakte zwischen hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorangeschritten. Es sei tief beeindruckend, dass China  innert kürzesten Zeiten bemerkenswerte Fortschritte in der Forschung erzielt habe und somit zu einem starken Land in der Wissenschaft und einem Hauptteilnehmer in Forschungsbereichen geworden sei. So sei Professor Yves Flückiger bereit, die interuniversitäre Zusammenarbeit als Bindeglied nutzen, um die Win-Win-Kooperation zwischen der Schweiz und China auszubauen und gemeinsam eine bessere Zukunft aufzubauen.

Anschliessend hielten Herr Claudio Böer, ehemaliger Schweizer Generalkonsul in Shanghai und derzeitiger Vize-Direktor der Fachhochschule Südschweiz SUPSI, Frau Dr. Lena Kaufmann, Postdoc von der Universität Zürich sowie Herr Dr. Philipp Renninger von der Unversität Luzern als Autoren des dritten Bandes jeweils eine kurze Rede ab und teilten dabei ihre China-Erfahrungen mit dem Publikum. Herr Böer sagte, seit er 1991 zum ersten Mal China betrat, sei er tief in dieses Land verliebt. Jedes Mal, wenn ihm die Frage gestellt werde, wo er am liebsten leben würde, antworte er immer mit denselben Worten: «Nach 15 Tagen in der Schweiz vermisse ich China, und wenn ich 15 Tage in China gelebt habe, will ich zurück in die Schweiz».  Frau Dr. Kaufmann sagte, dass seit der Einführung der Politik Reform und Öffnung fast 850 Millionen ländliche Bevölkerung aus der Armut befreit worden seien, was ein grossartiges Ereignis sei. Sie habe einige Zeit in den ländlichen Gebieten von Provinz Anhui und Hunan mit Einheimischen verbracht und das Leben dort recherchiert, und zwar unter dem Aspekt, wie es chinesische Familien auf dem Land trotz sozialem und wirtschaftlichem Doppeldruck gelungen seien, der Armut zu entkommen. Dadurch könne sie das chinesische Entwicklungsmodell besser verstehen. Herr Renninger sagte unterdessen, dass jeder, der China besucht habe, von dem Land fasziniert sei. Ob das köstliche Essen, die schönen Landschaften, die einzigartigen Bräuche oder die gastfreundlichen Menschen - all dies seien Gründe, sich in China zu verlieben. Anlässlich des chinesischen Nationalfeiertages wünschten die drei Alumni im Namen aller Alumni China alles Gute zum Geburtstag, und mögen die Freundschaft zwischen China und der Schweiz ewig halten.

Nach der Buchpräsentation teilten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf freiwilliger Basis in kleine Gruppen auf und führten Diskussionen über zwei Themen, nämlich über «Wintersport» und  «makroökonomische Überlegungen zu Chinas Vision 2035 und der Reduzierung der CO2-Emissionen». Dabei konnte jeder / jede die eigenen Überlegungen frei zur Diskussion stellen, und die Zeit lief so schnell, dass alle nach dem Schluss noch weiter sprechen wollten. Zum Abschluss der Veranstaltung stellten Vertretende der «Association of Swiss China Alumni» (ASCA) und der «Alliance of Chinese Alumni Associations in Switzerland“» ihre Organisationsstruktur und Aktivitäten vor und kündigten an, künftig mehr gemeinsame Alumni-Aktivitäten zu lancieren.

Von der Buchreihe «China in our memories. Sammelband der Schweizer Alumni in China» sind bisher drei Bände erschienen. Sie enthält Berichte von über 60 ehemaligen Schweizer Studierenden, die zu verschiedenen Zeiten in China studiert haben. Diese Geschichten sind vom jeweiligen zeitlichen Kontext gebrandmarkt und markieren die Freundschaft zwischen der Schweiz und China, die seit einem halben Jahrhundert besteht. Manche von ihnen sind schon alte Leute mit grauen Haaren, aber sie beschäftigen sich immer noch direkt oder indirekt für die Sachen, die mit China zusammenhängen. Jüngere Alumni haben meistens geschäftliche Kontakte mit China. Anhand dieses Buches können Leserinnen und Leser die Entwicklung des neuen Chinas aus der Perspektive der Alumni betrachten, Veränderungen Chinas näher erleben und die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Völkern besser verstehen. Bei der Veröffentlichung des dritten Bandes gibt die Redaktion nochmals alle drei Bände per E-Book heraus, was für einen Genuss für die Leserinnen und Leser sorgen wird.

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