Teilnahme des Botschafters WANG Shihting am Swiss China Summit und seine Rede

Am 25. Juni nahm Herr Botschafter WANG Shihting auf Einladung an dem Online-Business-Gipfel des Swiss-Chinese Chamber of Commerce teil und hielt dabei eine Rede. In Begleitung nahm Herr gesandter Botschaftsrat WU Jingchun (Wirtschaft und Handel) an der Konferenz teil. Herr Felix Sutter, Präsident des Swiss-Chinese Chamber of Commerce, und Herr Botschafter Raphael Nägeli, Vorsitzender der Abteilung Asien und Pazifik des EDA, waren ebenfalls anwesend und hielten jeweils eine Rede.

In seiner Rede sagte Herr Botschafter Wang, dass sich die Austausche sowie Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz in Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung, Tourismus, Wissenschaft und Technologie in den vergangenen 70 Jahren ständig intensiviert hätten. Die Prinzipien Gleichheit, Innovation und Win-Win-Kooperation seien zu den wichtigsten Merkmalen der chinesisch-schweizerischen Beziehungen geworden. Im vergangenen Jahr habe die Weltwirtschaft stark unter der Epidemie gelitten, der Abwärtsdruck habe zugenommen. Die chinesisch-schweizerische Wirtschafts- und Handelskooperation verzeichne jedoch entgegen dieser konjunkturellen Schwankungen drei Zuwächse: Erstens stiegen die Schweizer Direktinvestitionen in China um 6%; zweitens stiegen die Schweizer Exporte nach China um 10%; drittens stiegen die Schweizer Importe aus China um 8%. Dies zeige die starke Widerstandsfähigkeit und das enorme Potenzial der chinesisch-schweizerischen Wirtschafts- und Handelskooperation.

Herr Botschafter Wang deutete darauf hin, dass man in diesem Jahr den 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas feiere. Unter der Führung der Kommunistischen Partei habe China sich nicht nur befreit und die nationale Unabhängigkeit erlangt, sondern es sei auch von einem armen und rückständigen Land zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt herangewachsen. Kollektiv gesehen hätten sich 850 Millionen Chinesinnen und Chinesen von der Armut befreit, und so werde das Armutsbekämpfungsziel, das in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen festgelegt sei, zehn Jahre vor der vorgegebenen Frist verwirklicht.

Ob ein System als erfolgreich gelte, lasse sich nicht daran messen, wie viele Reiche daraus entstünden, sondern daran, wie viele Menschen von der Armut befreit würden.  Der Armutsbekämpfung Chinas mache 70 % der weltweiten Armutsbekämpfungsleistung aus. In der Menschheitsgeschichte gebe es keinen Präzedenzfall, darauf seien wir stolz.

Herr Botschafter Wang betonte, dass China im Gegensatz zum Aufstieg traditioneller Grossmächte den Weg der friedlichen Entwicklung folge und daher für keine Bedrohung für andere Länder darstelle. China habe sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte des laufenden Jahrhunderts ein wohlhabendes, demokratisches, zivilisiertes, schönes und harmonisches modernes sozialistisches Land aufzubauen. Es sei eine grossartige, aber zugleich auch eine komplizierte Aufgabe. Um dieses Ziel zu erreichen, sei erforderlich, den langfristigen Weltfrieden mit Entschlossenheit zu verteidigen. Wir glaubten, so Herr Botschafter, dass verschiedene Systeme friedlich neben- resp. miteinander existieren könnten. Solange wir uns gegenseitig respektierten und eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit anstrebten, könnten wir die institutionellen Unterschiede zwischen Ländern überwinden. Frieden, Entwicklung, Fairness, Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit seien Werte, die von der ganzen Menschheit geteilt würden und die Ziele, die die Vereinten Nationen verfolgten. Wir sollten ideologische Vorurteile ablegen, stattdessen die Offenheit und Toleranz in Kooperationsmechanismen, -konzepten sowie –politik maximal zu stärken, um gemeinsam den Frieden und die Stabilität der Welt aufrechtzuerhalten.

Gleichzeitig sollten wir eine faire, offene, für beide Seiten vorteilhafte und internationale Win-Win-Zusammenarbeit fördern, eine offene Weltwirtschaft aufbauen, das multilaterale Handelssystem mit Nachdruck verteidigen. Wir sollten uns nicht auf Normen, Regeln oder Strukturen mit diskriminierenden und ausschliessenden Auswirkungen einlassen, sondern die Stabilität und die Funktionalität der globalen industriellen Lieferkette und des Finanzsystems gewährleisten. Ein stabiler Betrieb werde die Weltwirtschaft fördern und eine hochqualitative sowie widerstandsfähigere Entwicklung verwirklichen.

Herr Botschafter Wang sagte, dass einige Menschen im Westen Missverständnisse über China hätten, hauptsächlich, weil es ihnen an Kenntnisse über China mangle. Wer noch nie in China gewesen sei und Informationen ausschliesslich aus westlichen Medien schöpfe, bekomme leicht den Eindruck, dass China voller Probleme sei. Wenn man jedoch die Chance habe, China zu besuchen, das Land mit eigenen Augen zu sehen und am eigenen Körper zu fühlen, werde man feststellen, dass die Realität in China ganz anders liege, als die westlichen Medien davon berichteten.

Ob das System eines Landes gut oder schlecht sei, lasse sich massgeblich dadurch beurteilen, ob die in diesem Land lebenden Menschen ein glückliches Leben führten und ob sie Vertrauen auf das Leben hätten. Die Realität zeige, dass das Glücksindex der chinesischen Bevölkerung sehr hoch liege, und dass eine überwiegende Mehrheit zuversichtlich in die Zukunft blicke: Denn mit der wirtschaftlichen Entwicklung werde sich ihr Leben von Tag zu Tag verbessern. Wenn Sie nun in China beliebige Eltern folgende Frage stellen: «Glauben Sie, dass Ihr Kind ein besseres Leben führen wird als Sie? », werden Ihre Gegenüber ohne Zögern antworten: «Ja selbstverständlich! »

Vertrauen und Zufriedenheit sind die Schlüsselfaktoren. Diesbezüglich zeige die das chinesische Volk ihre Haltung ganz klar: Sie seien mit der Führung der Kommunistischen Partei Chinas zufrieden und blickten voller Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft. Einer Umfrage der Universität Harvard zufolge liege die Zufriedenheit chinesischer Bürgerinnen und Bürger mit der chinesischen Regierung bei 93.

Des Weiteren sagte Botschafter Wang, dieses Jahr markiere u. a. den Beginn des 14. Fünfjahresplans Chinas. China strebe den Aufbau eines neuen Entwicklungsmodells an, bei dem die interne Zirkulation als die Hauptstütze fungiere und gleichzeitig interne und externe Märkte sich gegenseitig beflügeln liessen. Das sei das Konzept der sog. Dualen Kreisläufe. Dabei werde grosser Wert auf technologischer Innovation und Digitalisierung gelegt, und mit dem Fokus auf dem Klimaziel, dass der Ausstoss von Kohlendioxid um 2030 den Höhepunkt und bis 2060 die Klimaneutralität erreichen solle, bemühe sich China, die grüne Entwicklung präziser zu definieren. Dabei gebe es viele Gemeinsamkeiten mit der Entwicklungsstrategie der Schweiz, und die Zusammenarbeit beider Seiten habe breite Perspektiven in Bezug auf kohlenstoffarmen Wirtschaft und Recycle-Wirtschaft. Zudem habe die Epidemie zur Entwicklung neuer Sektoren angeregt: Unter anderem hätten Online-Bildung, Online-Shopping, Biomedizin, Ernährung und Gesundheit, künstliche Intelligenz, Fintech ein starkes Wachstum erleben können. Unternehmen von beiden Ländern sollten Kooperationsplattformen wie China International Trade Fair, Consumer Products Expo und China International Import Expo nutzen, um neue Chancen zu ergreifen und neue Potenziale zu erschließen.

Zum Schluss bedankte sich Herr Botschafter Wang beim Swiss-Chinese Chamber of Commerce für ihre langjährigen Bemühungen und Beiträge zur Förderung der chinesisch-schweizerischen Wirtschafts- und Handelskooperation. Es sei seine Hoffnung, dass dieser Verein zusammen mit weiteren Institutionen, Unternehmen und aufgeklärten Menschen den Entwicklungsstand Chinas objektiv und realitätsgemäss darstellen werde, damit immer mehr Schweizerinnen und Schweizer das wahre China kennenlernen könnten, sämtliche Störfaktoren beseitigt würden, dass der Handelskammer weiterhin eine aktive Rolle bei der Förderung der nachhaltigen, gesunden und stabilen Entwicklung der chinesisch-schweizerischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen spielen werde.

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