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Chinesische Wirtschaft: Robuste Wachstumsprognosen nach Plus von 4,9% im dritten Quartal
2020/10/20

Experten zufolge dürfte Chinas Wirtschaft weiterhin die globale Erholung anführen und im vierten Quartal beinahe wieder Wachstumsraten des Vorkrisenniveaus erzielen. Im dritten Quartal hatte die Wirtschaft der Volksrepublik bereits um 4,9 Prozent zugelegt.

Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verlief positiv und stieg in den ersten drei Quartalen um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nachdem es im ersten Halbjahr um 1,6 Prozent gefallen war, teilte das Staatliche Amt für Statistik am Montag mit.

„Die chinesische Wirtschaft erholte sich in den ersten neun Monaten kontinuierlich“, sagte Liu Aihua, eine Sprecherin des Amtes.

„Die Erholung der Inlandsnachfrage war stark, insbesondere im Konsumbereich“, fügte Liu hinzu. Zudem habe eine weitgehend stabile epidemische Situation das Vertrauen der Verbraucher in den Offline- und Dienstleistungskonsum wiederhergestellt.

Das Umsatzwachstum im Einzelhandel sei im vergangenen Quartal zum ersten Mal in diesem Jahr positiv gewesen und habe gegenüber dem Vorjahr bei 0,9 Prozent gelegen.

Auch die Investitionen hätten sich erholt, nachdem unterstützende Maßnahmen für Unternehmen wie Steuererleichterungen in Kraft traten.

Das Staatliche Amt für Statistik teilte zudem mit, dass das Land im September ein Wachstum der Industrieproduktion von 6,9 Prozent verzeichnet hatte, verglichen mit 5,6 Prozent im August.

Laut Liu dürften mehrere Faktoren dazu beitragen, die Erholung im vierten Quartal aufrechtzuerhalten, darunter die Erholung der Nachfrage, die Verbesserung des Vertrauens und der Rentabilität der Unternehmen und eine ausgewogenere Wiederaufnahme der Produktion.

Experten zufolge könnte sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 5 Prozent beschleunigen, was nahe an Vorkrisenwerten liegt. Dies liege daran, dass sich der Verbrauch mit der aufgestauten Nachfrage weiter erholt, während sich Infrastruktur- und Unternehmensinvestitionen beschleunigen.

Lu Ting, Chefökonom für China bei Nomura Securities, sagte, dass sich die Dienstleistungen und Einzelhandelsumsätze wahrscheinlich weiter erholen werden, während infrastrukturgebundene Investitionen mit höheren Staatsausgaben an Fahrt gewinnen, was zu einigen Prognosen für ein Wachstum von 5,7 Prozent im vierten Quartal führt.

Wang Jun, ein leitender Wissenschaftler am China Center for International Economic Exchanges in Beijing, betonte, Chinas makroökonomische Maßnahmen unterstützen die Stabilität in Schlüsselbereichen wie Beschäftigung und Außenhandel nachdrücklich.

Die landesweit untersuchte städtische Arbeitslosenquote stabilisierte sich im September auf 5,4 Prozent gegenüber 5,6 Prozent im August, so das Staatliche Amt für Statistik.

„All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass sich eine positive Erwartung für die künftige Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verankert hat“, so Wang.

Quelle: German.people.cn

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